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     Aus unserem Verbandsleben

 
 

 
 

 
 

 
 

     Delegiertenversammlung 2010 der Landsmannschaft Ostpreußen e.V. Berlin
 
 

 
Der 1. Vorsitzende der Berliner Landsmannschaft der Ostpreußen, Herr Rüdiger Jakesch, beim Rechenschaftsbericht vor den Delegierten
 
Am 13.4.2010 fand im Ratskeller des Rathauses Charlottenburg die Delegiertenversammlung der Landsmannschaft Ostpreußen e.V. Berlin statt. Vor den versammelten 43 Delegierten konnte der 1. Vorsitzende eine positive Bilanz der Tätigkeit der Landsmannschaft für 2009 und für die laufenden Vorhaben ziehen.
 
Hervorzuheben sind die Begegnungen am Tag der Heimat, eine Lesung und Diskussion mit dem Autor Andreas Kossert >> mehr , ein Patenschaftstreffen mit dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, der Ostdeutsche Kulturtag im Deutschlandhaus und viele weitere Veranstaltungen.
 
Die Delegierten wurden informiert, dass ab Juni 2010 das Büro der Landsmannschaft Ostpreußen vom Deutschlandhaus in die Forckenbeckstr. 1, 14199 Berlin-Wilmersdorf (Nähe Heidelberger Platz) verlegt wird.
 
Die Öffnungszeiten und die Telefonnummer – 030 / 2547 345 – bleiben bestehen.
 

 
Blick in den Sitzungssaal
 
 
 
 

 
  Vertriebenen-Ausstellung in Berlin
 
05. Dezember 2008 /  Nach jahrelanger Diskussion hat der Bundestag den Weg für die umstrittene Vertriebenen-Ausstellung in Berlin freigemacht. Mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD billigte das Parlament am Donnerstagabend die Einrichtung einer entsprechenden Dokumentationsstätte. Union und SPD hatten bereits vor drei Jahren im Koalitionsvertrag vereinbart, mit einem „sichtbaren Zeichen“ an Flucht und Vertreibung zu erinnern. Im Deutschlandhaus unweit des Potsdamer Platzes soll nun auf rund 1200 Quadratmetern eine Dauerausstellung entstehen. Die Vertreibung von Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg wird den Schwerpunkt bilden, aber auch die Schicksale von Vertriebenen anderer europäischer Nationen sollen berücksichtigt werden.
 

     Vortragsveranstaltung im Rathaus von Berlin-Zehlendorf
  Das Wetter am 11.Juni war miserabel. Es regnete und regnete - aber der Termin war durch eine Einladung im Kalender vieler Berliner Ostpreußen für den 11. Juni 2009 festgeschrieben.
Die Verantwortlichen der Berliner Landsmannschaft standen im großen Bürgersaal des Rathauses Berlin-Zehlendorf und rechneten schon wegen der vermutlich geringen Teilnehmerzahl mit einer schwachen Veranstaltung. Da hatten sie lange mit Dr. Andreas Kossert verhandelt, um ihn für einen Vortrag über sein neuestes Buch „Kalte Heimat" zu gewinnen ...
Dem Regen trotzend und mit einer Verspätung kamen doch einige der Zuhörer und es wurden immer mehr, so dass sich noch rechtzeitig um 15.00 Uhr der große Raum füllte. Weit über 60 Teilnehmer warteten interessiert auf die Ausführungen von Dr. Andreas Kossert. Der preschte ähnlich wie die Zuhörer durch den Regen, um seinen Vortrag zu starten.
 

Dr. Kossert ( links ) wird vom Vorsitzenden der Berliner Ostpreußen, R. Jakesch, begrüßt
 
Nach seinen Beobachtungen wurde das Thema vom Neuanfang nach der Flucht mehr und mehr von den Vertriebenen eingefordert. Nicht nur von ihnen, sondern auch von ihren Kindern und Großkindern. Nur zu verständlich, denn mit dem Erlebnis der Flucht war nur der Anfang eines oft mehrjährigen Leidensweges beschrieben.
So dramatisch und existenzbedrohend sich die Flucht den Flüchtigen einprägte, so stark entwickelte sich die Zeit danach als eine Erfahrung mit vielen negativen Vorzeichen. Die Flüchtlinge waren in ihrem eigenen Vaterland unerwünschte Gäste. Sie trafen auf eine gleichgültige, misstrauische Bevölkerung und eine wenig hilfreiche Verwaltung. Darüber sprach Andreas Kossert. Er ließ nichts aus. Die vielgelobte Integration hatte viele Schattenseiten. Flüchtling zu sein, bedeutete eine berufliche und gesellschaftliche Herabstufung. Die Habenichtse aus dem Osten mussten noch einmal ihr Leben von vorne beginnen. Das fiel vor allem den älteren schwer. Das, was sie besessen hatten : Haus und Hof, aber auch Möbel, Gerät, Geschirr, Bekleidung - alles fehlte ihnen. Es war unwiederbringlich verloren. Die Aussichten ihren erlernten Beruf auszuüben lagen bei Null. Weitere Unterschiede, die die Integration bremsten, lagen in den Bereichen Religion und Kultur und in vielen landschaftsbedingten Eigenheiten. Nicht zu vergessen die unterschiedlichen Dialekte. So setzten sich die Vertriebenen von vorne herein ohne Absicht von der bestehenden Gesellschaft ab. Andreas Kossert konnte mit Beispielen belegen, wie sehr die Vertriebenen an den Rand gedrängt wurden. Sie fühlten sich ausgegrenzt und allein gelassen. Im Vortrag zeigte sich die einfühlsame und verständnisvolle Einstellung des Autors des Buches „Kalte Heimat" für das Los der Vertriebenen.
 

Blick in den Bürgersaal nach der Pause
 
In der Pause und nach dem Vortrag tauschten die Teilnehmer ihre Erfahrungen aus. Sie stellten nach dem Vortrag viele Fragen, die Andreas Kossert ausführlich beantwortete. Am Ende der Veranstaltung unterstrich Rüdiger Jakesch die Wichtigkeit dieses Themas für unsere Arbeit, in dem er die einzelnen Aspekte zusammenfasste. Er sieht darin auch den Ansatz für Gesprächsrunden in den Kreisgruppen.
 
 
 
 
 

 
  Vorstandswahl
 
Bei der Vorstandswahl konnte der Vorsitzende vor den 41 Delegierten der Heimatkreise eine Vielzahl von Aktivitäten der Landsmannschaft in Erinnerung rufen. Hervorgehoben wurde die verstärkte Patenschaft mit dem Bezirk Zehlendorf, der Kulturtag der Heimatkreise im Deutschlandhaus, das gestaltete Weihnachtsgedenken der Kreise u.v.a.
Der Vorstand wurde entlastet und ein neuer gewählt ( siehe Vorstand ).
Der Vorsitzende wies darauf hin, dass in diesem Jahr der Kulturtag unter dem Anlass der Gründung der Landesmannschaft in Berlin am 14.10.1949 steht und gestaltet wird.
 
   
  Blick auf das Tagungspräsidium der Delegiertenversammlung am 10.3.2009 im Rathaus Charlottenburg mit den wieder gewählten Vorstandsmitgliedern von links: Stellv. Vorsitzende, Frau Marianne Becker; Vorsitzender, Herr Rüdiger Jakesch; Geschäftsleiterin, Frau Elfriede Fortange und Herr Gunter Haugwitz, wieder zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes.
 

  Weihnachtsfeier
 
Auf der Weihnachtsfeier am 17.12.2008 wünscht unser Vorsitzender den Mitgliedern der Landsmannschaft alles Gute, Gesundheit und ein glückliches Jahr 2009